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Doktorarbeit "Kohärente Röntgenmikroskopie an biologischen Proben"
Ab sofort ist eine Doktorarbeit zum Thema "Kohärente Röntgenmikroskopie an biologischen Proben" zu vergeben.
Thema der Arbeit ist die Anwendung von Synchrotronstrahlung für korrelative holographische Experimente an
Zellsystemen. Die Position von Farbstoffen soll mittels konfokaler Lasermikroskopie untersucht werden und
der Kontrast in hochaufgelöster Röntgenholographie mit der biologischen Funktion korreliert werden. Die
Experimente werden mit unserer neuartigen holographische Röntgenstreuapparatur HORST durchgeführt, die in
Berlin bei BESSY II und am freien Elektronenlaser FLASH in Hamburg Einsatz finden. Der/die Kandidat/in sollten
Interesse am interdisziplinären, physikochemischen Arbeiten haben.
Interessenten aus der Chemie, Physik oder Biologie wenden sich bitte an
PD Dr. A. Rosenhahn
(Tel.: 06221-54-5065).
Doktorarbeit "Strukturierte Oberflächen zur Vermeidung von Biofilmen in der Meeresumgebung"
Ab sofort ist eine Doktorarbeit zum Thema "Strukturierte Oberflächen zur Vermeidung von Biofilmen in der Meeresumgebung"
zu vergeben. Ziel der Arbeit ist die Herstellung und gezielte Funktionalisierung strukturierter Oberflächen.
Die biologische Untersuchung der Proben wird in Zusammenarbeit mit Partnergruppen in Europa durchgeführt.
Eine Korrelation von Strukturgröße mit der biologischen Wirksamkeit soll langfristig zu neuen Beschichtungen
führen, die toxischen Beschichtungen für den marinen Einsatz ersetzen.
Interessenten aus der Chemie wenden sich bitte an
PD Dr. A. Rosenhahn
(Tel.: 06221-54-5065).
Im Arbeitskreis Professor Grunze ist ab sofort eine Doktorarbeit (für Physikochemiker, Chemiker, Biophysiker) zu vergeben.
Thema: Charakterisierung der Wanderung hämatopoietischer Stammzellen anhand mikrostrukturierter Systeme
Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik der Universität Heidelberg,
Arbeitskreis Professor Ho, mit der physikalisch-chemischen Analyse der Wanderung blutbildender (hämatopoietischer) Stammzellen, kurz HSC.
Die HSC befinden sich hauptsächlich in einer geschützten Umgebung im Knochenmark, der Stammzellnische, welche sie nur unter Stress verlassen.
Nach einer Trennung von dieser Stammzellnische oder nach einer Stammzelltransplantation können die HSC durch eine zielgerichtete Wanderung, das
homing,
den Ort ihrer Nische im Knochenmark wiederfinden. Die Wanderung der Zellen wird dabei durch chemische Botenstoffe, Chemokine, gesteuert, die von den
Zellen der Nische produziert werden. Dadurch bildet sich ein Konzentrationsgradient aus, dem die Stammzellen zur Nische hin nachfolgen. Somit bezeichnet
man diesen Prozess auch als Stammzellchemotaxis.
Das Ziel des Projektes ist ein tieferes Verständnis des „Homings” von Stammzellen zum Knochenmark zu erlangen und damit neue Therapieansätze zu erschließen.
Mit diesem Vorhaben soll auch getestet werden, ob sich der Mechanismus des Migrationsverhaltens von normalen hämatopoietischen Stammzellen (HSC) und von
leukämischen Stammzellen (LSC) unterscheidet.
Durch maßgeschneiderte, mikrostrukturierte Systeme wird hierfür die Chemotaxis der Stammzellen in einem definierten Gradienten des Botenstoffs quantifiziert.
Die Master für die Mikrostrukturen werden über ein
soft lithography-Verfahren am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gefertigt und die
endgültigen Migrationskammern im eigenen Labor aus PDMS hergestellt. Es wurden bereits diverse Geometrien realisiert und erfolgreich für die Untersuchung von
Stammzellen und neutrophilen Granulozyten eingesetzt.
Das Aufgabengebiet umfasst die Herstellung von Mikrostrukturen (soft lithography) und die Durchführung sowie Auswertung der Migrationsexperimente (Zelltracking).
Anhand der Korrelation des HSC-Verhaltens in den Strukturen mit bioanalytischen ELISA-Daten über die Chemokinproduktionsrate können Aussagen über die
Schwellwerte für das Chemosensing der Stammzellen und dessen Konzentrationsabhängigkeit getroffen werden. Gefordert ist ein Interesse an zellbiologischem Arbeiten,
Mikrostrukturen/Mikrofluidik, Bildverarbeitung sowie die Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit verschiedenen Forschergruppen innerhalb der Universität
Heidelberg und dem KIT. Dieses Forschungsprojekt wird zunächst für zwei Jahre durch die Wilhelm-Sander-Stiftung gefördert.
Ansprechpartner: Herr
PD Dr. A. Rosenhahn Tel.: 06221/54-5065